Stellungnahme

Als ein Teil der aktiven Fanszene in Braunschweig möchten auch wir, die Rabauken Braunschweig Zweitausendfünf, uns im Zuge der Diskussionen um die Fans der Eintracht und deren politisches Engagement zu Wort melden.

Rassismus, Antisemitismus, Fremdenhass und politische Extreme gehören unserer Meinung nach weder ins Stadion noch an andere Orte unserer Gesellschaft. Eine Nulltoleranz-Haltung von Eintracht Braunschweig und auch anderen Sportvereinen gegenüber den zuvor genannten Dingen ist für uns das einzig richtige und schlüssige Verhalten.

Als ehemaliger Teil von Passion Ultra Curva Nord sind wir über die Vorgehensweise der Gruppe Ultras Braunschweig schockiert. Sicherlich darf Rassismus keinen Platz im Eintracht Stadion finden, jedoch haben sie durch Überspitzung des Problems nur dem Image des Vereins, samt seiner Fans und Sympathisanten, geschadet. Ein Gefühl von Verallgemeinerung lässt eine Art Antipathie für UB’01 entstehen. Besonders überrascht dürften wir aber eigentlich gar nicht sein, so haben wir dem Projekt „Curva Nord“ nicht umsonst vor ein paar Jahren den Rücken gekehrt.

Aus Überzeugung und auch Erfahrung ergibt es nur Sinn im Stadion Faninteressen und Missstände sachlich und ruhig zu erörtern. Wir denken, dass in Zusammenarbeit mit Verein und FanRat in den letzten Jahren viel erreicht wurde und werden diesen eingeschlagenen Weg weiter unterstützen.

„Eintracht in Vielfalt“ sollte niemals zu einer leeren Phrase werden!

Rabauken Braunschweig im Oktober 2013