Stellungnahme

Als ein Teil der aktiven Fanszene in Braunschweig möchten auch wir, die Rabauken Braunschweig Zweitausendfünf, uns im Zuge der Diskussionen um die Fans der Eintracht und deren politisches Engagement zu Wort melden.

Rassismus, Antisemitismus, Fremdenhass und politische Extreme gehören unserer Meinung nach weder ins Stadion noch an andere Orte unserer Gesellschaft. Eine Nulltoleranz-Haltung von Eintracht Braunschweig und auch anderen Sportvereinen gegenüber den zuvor genannten Dingen ist für uns das einzig richtige und schlüssige Verhalten.

Als ehemaliger Teil von Passion Ultra Curva Nord sind wir über die Vorgehensweise der Gruppe Ultras Braunschweig schockiert. Sicherlich darf Rassismus keinen Platz im Eintracht Stadion finden, jedoch haben sie durch Überspitzung des Problems nur dem Image des Vereins, samt seiner Fans und Sympathisanten, geschadet. Ein Gefühl von Verallgemeinerung lässt eine Art Antipathie für UB’01 entstehen. Besonders überrascht dürften wir aber eigentlich gar nicht sein, so haben wir dem Projekt „Curva Nord“ nicht umsonst vor ein paar Jahren den Rücken gekehrt.

Aus Überzeugung und auch Erfahrung ergibt es nur Sinn im Stadion Faninteressen und Missstände sachlich und ruhig zu erörtern. Wir denken, dass in Zusammenarbeit mit Verein und FanRat in den letzten Jahren viel erreicht wurde und werden diesen eingeschlagenen Weg weiter unterstützen.

„Eintracht in Vielfalt“ sollte niemals zu einer leeren Phrase werden!

Rabauken Braunschweig im Oktober 2013

VfL Wolfsburg – BTSV Eintracht

Via Schiff und Sonderzug ging es für unsere Gruppe nach Wolfsburg. Am Bahnhof sammelte man sich und zog mit gut 1.500 Eintracht Fans zu Fuß in Richtung Stadion, natürlich alle im Mottoshirt. Die Wölfis zeigten uns durch eine sehr innovative Choreo mit Lorbeerkranz, akustischen und optischen Support in den ersten 15 Minuten, sowie dem Einpacken und „Heimfahren“ ab der 80. Minute echtes Derbyfeeling…nicht. Es gibt eben doch nur ein wahres Derby!
Die Stimmung auf Braunschweiger Seite war teilweise brachial laut und das gefühlte halbe Stadion zog ordentlich mit, was sich im Ergebnis wiederspiegelt.
Der erste Sieg im Oberhaus wurde mit der Mannschaft noch bis weit nach Abpfiff gefeiert und wir sind zuversichtlich, dass nun das Eis gebrochen ist!

BTSV Eintracht – VfB Stuttgart

Bei sonnigem Herbstwetter ging es, natürlich sonntags, zuhause gegen den VFB aus Stuttgart…
auch dessen Fans machten den Gästeblock voll und brachten die ein oder andere Fahne mit.
Wir verteilten neben dem gewohnten Material auch noch ein wenig Konfetti und starteten gut aufgeheizt in die Partie. Leider ging auch diese wieder mal verloren, was an der Stimmung kaum etwas änderte. Nur ein paar Eventis und sogenannte (Erfolgs-)Fans verließen den Tempel vorzeitig, als die treue Gefolgschaft gemeinsam ein emotionales „You’ll never walk alone“ aus rund 20.000 Kehlen hervorbrachte.
Aber man merkte: die sportliche Talfahrt und die polischten Diskussionen sind der bittere Beigeschmack dieser aufregenden Saison.

Borussia MG – BTSV Eintracht

Mit Autos und 9’ern machten wir uns auf die, dank des einen oder anderen Staus, lange Reise. Angekommen sahen wir auch hier kaum bis gar keine Fantrennung!
Zum Spiel selbst muss man nicht viel sagen, das Ergebnis spricht mit 4:1 für sich. Support trotz hohen Rückstands teilweise sehr geil und brachial laut: „HANNOVER VERRECKE!“
Zu den Ausschreitungen innerhalb des Braunschweiger Gästebereichs hier keine Erläuterungen, da kümmern sich schon genügend Medien und selbsternannte Experten drum.
Eins sei jedoch gesagt: Wir distanzieren uns von jeglichem Rassismus und politischen Extremen!

BTSV Eintracht – 1. FC Nürnberg

„Immer wieder sonntags…“
Dieses mal gegen den FCN, welcher als Vorletzter anreiste und somit zu schlagen schien.
Zum Einlauf eine nette kleine Choreo auf der Gegengeraden und gewohnter Support aus der Süd.
Eintracht hätte die drei Punkte holen müssen, schaffte jedoch nur ein Rémis nach Rückstand. Den Torjubel kann man wohl kaum in Worte fassen. Gänsehaut pur!
Nachdem die Terminierung fürs Derby feststand, zeigten wir zu Beginn der zwoten Halbzeit unsere „Vorfreude“ mittels Spruchband.
Zu erwähnen sei aber auch noch, dass wahrscheinlich bisher keine andere Szene in unserem Gästeblock einen so permanenten und massigen Materialeinsatz zeigte.

Hamburger SV- BTSV Eintracht

Mit 50er Bussen, 9ern und Autos reiste die Braunschweiger Szene zum Auswärtsspiel unserer A-Jugend gegen FC Eintracht Norderstedt, um unseren Stadion- und Stadtverbotlern etwas zurück zu geben. Nach den Feierlichkeiten ging es weiter zum Spiel der magischen Eintracht gegen den Hamburger SV.
Teilweise guter Support, Pyro in der 67. Minute, äußerst aggressive Bullen und eine 4:0 Niederlage. Alles in allem trotzdem ein geiler Tag!

BTSV Eintracht – Eintracht Frankfurt

Am dritten Spieltag war nun die „Eintracht“ aus Frankfurt zu Gast, die gleich zu Beginn des Spiels mit einer Choreo überzeugen wollten, jedoch eines besseren belehrt wurden – Das Jahr 1895 war vor 1899 bzw. 1905.
So recht konnten viele es noch immer nicht begreifen, dass man nun nach 28 Jahren der Abstinenz wieder im Oberhaus mitmischt und so sang sich der ein oder andere in Ekstase. Auch die dritte Niederlage in Folge konnte die Stimmung, zumindest was den Support angeht, nicht wirklich kippen.
EINTRACHT ist alles!

Borussia Dortmund – BTSV Eintracht

Per Sonderzug machten wir uns auf den Weg zur Borussia aus Dortmund, mit einer kleinen aber feinen Schwenkerchoreo, welche die Stadt und Vereinsfarben darstellte.
Aufgrund bestimmter Vorkommnisse schwieg die Südkurve die meiste Zeit und somit drang leider nur 2-3 Mal ein Gesang aus der Südkurve zu uns in den Gästeblock, der dann aber schon ordentlich einschlug.
Der Support auf unserer Seite war teilweise überwältigend – die Euphorie trotz der 2:1 Niederlage nicht zu bremsen, zumal unsere Jungs wahren Kampfgeist auf dem Spielfeld bewiesen.

BTSV Eintracht – Werder Bremen

Endlich war es so weit! Das erste Spiel im Oberhaus des deutschen Fußballs. Entsprechend der euphorischen Stimmung gab es eine durchaus zu überzeugen wissende Choreo, welche die Löwen zum Einlaufen empfang.
Auf den Rängen war die ausgelassene Stimmung zu spüren und auch der Support wusste zu überzeugen!
Sportlich waren die Löwen den Bremern in nichts hinterher, ab und an sogar besser. Dennoch haperte es im Abschluss und das Ding ging unglücklich mit 0:1 verloren.
Aber scheiß drauf, nach 28 Jahren wieder oben mit dabei!