DFB-Pokal: BTSV Eintracht – Hertha BSC

Pokalspielatmosphäre, Flutlicht und Siegeswillen, das einzige was diesem Spieltag einen Dämpfer verpasste, war wohl die verhasste Spielansetzung auf einen Montagabend.
Für die Arbeiterfraktion nur knapp machbar, traf man sich also des späteren Nachmittags am FanHaus. Viel Zeit für Feierabendbier und Spieltagsrituale gabs nicht, sollte doch auch noch das vorbereitete Spruchband, welches zur Demo gegen das neue Polizeigesetzt aufrief, angebracht werden. So zog man also fast übergangslos in die heiligen Hallen.

Die passenden Worte (und Taten) fanden die Harlekins durch ihr ‚Montagsspiele abfackeln‘ – Intro, welches durch gut verteilte Fackeln den Stehbereich der Gäste ausfüllte und wohl die Meinung vieler wiederspiegelt.

Braunschweig zeigte sich von Beginn an mutig und kam der alten Dame ordentlich in die Quere. Ein durchaus ausgeglichenes Duell, mit wenig Klassenunterschieden. Kurz vor der Pause sollte dann aber doch Hertha das glücklichere Händchen beweisen: Durch einen Sonntagsschuss, den man so wohl nur einmal in 10 Jahren verwandelt, gingen die Gäste in Führung.
Eintracht zeigte sich hierdurch allerdings erstaunlich wenig beeindruckt und kam weiterhin kampffreudig aus den Katakomben.
Im Block stieg die Anspannung mit dem Ticken der Uhr. Dann sollte es tatsächlich klingeln – und zwar im Kasten der Berliner! Ausgleich, Ausrasten, Fresse ziehen – war man auf den Rängen noch voller Emotionen, fiel auf dem Platz quasi im direkten Gegenzug die erneute Führung. Erschreckend schnell glitten die letzten Minuten dahin und so sollte man letztendlich gedämpft aus dem Rennen scheiden.

Mund abwischen und Sonntag ligamäßig durchstarten, Braunschweig!